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Die
Geschichte des Stadtteilservice
Der Stadtteilservice
– kommt er oder kommt er nicht?
Über einen langen Zeitraum war dies die Frage. Schon im Jahr 2006
brüteten Kollegen aus dem Projektmanagement der Stadtverwaltung Wuppertal
und dem Stadtteilprojekt Ostersbaum über der Idee wie man Beschäftigungsförderung
auch zur Verbesserung der Situation in Stadtteilquartieren einsetzen könnte.
Eine doppelte Zielsetzung schwebte
uns damals vor:
Wünschenswerte Maßnahmen für die Verbesserung der öffentlichen
und sozialen Infrastruktur in Quartieren sollte verknüpft werden
mit der qualifizierten Beschäftigung von im Quartier lebenden Langzeitarbeitslosen.
Wer macht denn so was schon wo? In der Hoffnung,
von anderen erfahren zu können, ob so was in der Praxis überhaupt
geht, schauten wir uns um und wurden in Dortmund fündig. Hier praktizierte
eine Beschäftigungsgesellschaft bereits ein solches Projekt unter
einem Motto, dem wir uns sofort zugeneigt fühlten:
„Nicht
Müllmann, nicht Sheriff, nicht Sozialarbeiter,
aber Ansprechpartner und Multiplikator“
Es begann die mühsame und
langwierige Phase der Konzepterstellung.
Müssen alle Quartiere Wuppertals einen Stadtteilservice kriegen?
Soll ein Träger das machen oder soll es einen Träger in jedem
Quartier geben? Sollen die Teilnehmer eine Dienstkleidung bekommen? Was
darf ein STS anbieten – was nicht? Wie kontrollieren wir Bedürftigkeit?
Welche Qualifikation braucht ein STS-Mitarbeiter und natürlich –
was darf das alles kosten? Auf all diese Fragen und auf noch viel mehr
mussten wir eine Antwort finden.
Die Stadtteilservice arbeiten – also haben wir das geschafft.
Im Juni 2007 konnte eine Rahmenvereinbarung,
der Startschuss für das Projekt gelegt werden. Fünf Stadtteilservice
gingen gleichzeitig an den Start. In mühsamer Kleinarbeit hatten
die verantwortlichen Träger sich auf gemeinsame Herangehensweisen,
auf Standards und Öffentlichkeitsarbeit geeinigt.
Fast mit Erstauen stellten wir selbst dann fest – trotz der komplizierten
Verhandlungen und Prozesse – es funktioniert.
Die Stadtteilservice werden von der Bevölkerung angenommen. Das zeigt
die wachsende Auftragszahl.
Die Stadtteilservice werden von den TeilnehmerInnenn angenommen –
das zeigt die nahezu problemlose Rekrutierung neuer Langzeitarbeitsloser.
Und nicht zuletzt – das Konzept funktioniert – zwei weitere
Träger sind seit 2007 an den Start gegangen. Die Armutsschiene Wuppertal
ist jetzt nahezu komplett abgedeckt.
Gemeinsam
sind wir soweit gekommen und gemeinsam gehen wir weiter!
Wuppertal, den 18.6.2009
Gertrud Heinrichs
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